Kategorie: Cinethek

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt


Doku :: Deutschland 2015 :: 107 Minuten
Regie :: Valentin Thurn

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?

Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Filmreihe :: Cinethek

Filmreihe :: Cinethek

Seit 2013 gibt es die Filmreihe ›Cinethek‹.  Wir empfehlen Dokumentationen und Spielfilme zu gesellschaftskritischen, nachhaltigen und progressiven Themen, die durch ihre Bildsprache und Tiefe überzeugen.

Zunächst in Zusammenarbeit mit dem ScharfrichterKino und seit 2015 in Zusammenarbeit mit der Europa-Bücherei der Stadt Passau.

Und das Beste: Alle bisher empfohlenen Filme gibt es in der Europa-Bücherei zum Ausleihen. Dokus und Sachfilme können kostenlos für zwei Wochen mit nach Hause genommen werden!

:: Alle bisherigen Filme ::

Everyday Rebellion – The art of change


Doku :: Österreich/Schweiz 2013 :: 110 Minuten
Regie :: Arash und Arman T. Riahi
Darsteller :: Devid Striesow, Sebastian Blomberg, Katharina Schüttler

Everyday Rebellion ist eine vielschichtige Hommage an die Kraft und die Macht, die zivilem Ungehorsam und den kreativen, gewaltlosen Protestformen weltweit innewohnt.

Was haben ›Occupy‹, die spanischen ›Indignados‹ und der ›Arabische Frühling‹ gemeinsam? Was verbindet die Demokratiebewegung im Iran mit dem Kampf in Syrien? Wo sind die Berührungspunkte zwischen den ukrainischen Oben-ohne-Aktivistinnen von ›Femen‹ und den oppositionellen Protesten in Ägypten? Die Gründe für den Protest sind in jedem Land ganz unterschiedlich, aber die kreativen gewaltfreien Taktiken sind sehr ähnlich und inspirieren sich gegenseitig auf überraschende Weise.

Everyday Rebellion zeigt und analysiert die Aktionen und Strukturen von erfolgreichen Protestbewegungen und belegt, dass die Strategien des friedlichen Protestes der effektivste Weg aus Krise und Unterdrückung sind und dabei auch noch Spaß machen!

Das Projekt befasst sich mit den Folgen einer modernen und sich rasch verändernden Gesellschaft, in der die neuen Formen des Protestes, die Macht der Diktaturen und manchmal auch die von wirtschaftlichen Systemen untergraben. Everyday Rebellion will Stimme all jener sein, die gewaltlos ein gewaltiges System ändern wollen.

Zeit der Kannibalen

Drama :: Deutschland 2014 :: 93 Minuten
Regie :: Johannes Naber
Darsteller :: Devid Striesow, Sebastian Blomberg, Katharina Schüttler

Öllers und Niederländer haben alles im Griff. Seit sechs Jahren touren die erfolgreichen Unternehmensberater durch die dreckigsten Länder der Welt, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Ihr Ziel scheint nah: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden! Als sie erfahren, dass ihr Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Denn „up or out“ ist das Prinzip. Dass Hellinger sich bald aus ungeklärten Gründen aus dem Bürofenster stürzt, hilft ihnen auch nicht weiter. Ausgerechnet die junge, ehrgeizige Bianca rückt für ihn nach. Öllers und Niederländer sind genervt, Sarkasmus macht sich breit, Neurosen brechen aus. Der Kampf um das Überleben in der Company geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

Johannes Naber, der für seinen Film DER ALBANER u.a. mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet wurde, ist mit ZEIT DER KANNIBALEN ein bitterböses und spannendes Film-Kunststück gelungen. In der luxuriösen und gleichsam sachlich konstruierten Szenerie von Luxushotels in der Dritten Welt zeichnet der Regisseur, angereichert mit viel Sarkasmus und schwarzem Humor, ein Spiegelbild der Global Economy und ihren schlimmsten menschlichen Auswüchsen – Gleichgültigkeit und Profitgier.

Das grüne Wunder – unser Wald


Dokumentation :: Deutschland 2012 :: 93 Minuten 
Regie :: Jan Haft
Erzähler :: Benno Fürmann

Er liegt ganz in unserer Nähe, aber eröffnet bei genauem Hinsehen eine völlig neue Welt: Mit seinen edlen, poetischen Bildern ist der Kinofilm eine spektakuläre Entdeckungsreise durch den bekanntesten, schönsten und vielfältigsten heimischen Lebensraum, den Wald. Intime Verhaltensbeobachtungen wohl vertrauter Arten wie Fuchs, Wildschwein und Rothirsch wechseln mit den Geschichten der eher skurrilen Waldbewohner, darunter Schillerfalter, Blattläuse, Lebermoose, Rote Knotenameisen, Hirschkäfer und Lerchensporn. So entsteht ein raffiniertes naturkundliches Puzzle, das dem romantischen Mythos Wald ganz greifbaren Zauber verleiht.

»Opulente Bilder […] – mit Entschleunigungsfaktor.«
– ZEIT Wissen

Rivers and Tides – Andy Goldsworthy working with time


Dokumentation :: Deutschland 2002 :: 92 Minuten 
Regie :: Thomas Riedelsheimer
Darsteller :: Andy Goldsworthy

Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet, und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. Allein Goldsworthys Fotografien halten seine kurzlebigen Arbeiten in der Vergänglichkeit der Zeit fest, eine Faszination der besonderen Art – seine Fotobände sind die erfolgreichsten Kunstbücher der letzten Jahre in Deutschland.

Thomas Riedelsheimer konnte als erster Filmemacher Andy Goldsworthy über einen längeren Zeitraum bei seiner Arbeit beobachten. Mehr als ein Jahr und über die vier Jahreszeiten begleitete er ihn nach Kanada, in die USA, nach Frankreich und Schottland, dem Wohnort Goldsorthys, in dem der Künstler und sein Werk tief verwurzelt sind. Riedelsheimer dokumentiert das Unvorhersehbare, das Überraschende, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt; das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die leidenschaftliche Geduld und den unbändigen Willen zu verstehen. Deutscher Filmpreis 2003: Bester Dokumentarfilm, Beste Kamera

Trashed – Weggeworfen


Dokumentation :: USA 2012 :: 97 Minuten
Regie :: Candida Brady
Darsteller :: Jeremy Irons

Jeremy Irons macht sich auf, das Ausmaß und die Auswirkungen des globalen Müllproblems zu erforschen. Er reist um die ganze Welt, zu wunderschönen Orten, die besonders unter den Bergen an Abfall und der Umweltverschmutzung leiden. Es ist eine mutige Reise von Skepsis und Sorge, über Schrecken und Unglaube bis hin zu einem Funken Hoffnung:

»Wenn Du glaubst, Müll ist das Problem eines Anderen, denke lieber noch einmal nach.«

Prädikat ›besonders wertvoll‹

Der grosse Ausverkauf


Dokumentation :: Deutschland 2006 :: 94 Minuten
Regie: Florian Opitz
Darsteller: Joseph E. Stiglitz, Minda Lorando, Bongani Lubisi

Ein packender Dokumentarfilm über ein sehr komplexes Thema. In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen bringt der Film dem Zuschauer das abstrakte und umstrittene Phänomen »Privatisierung« über einfühlsame Porträts von Menschen aus verschiedenen Kontinenten nahe, die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Menschen, die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen.

Das Salz der Erde


Dokumentation :: Deutschland 2014 :: 109 Minuten
Regie: Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado
Darsteller: Sebastião Salgado

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt.

Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: »Genesis«. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

DAS SALZ DER ERDE wurde in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury Un Certain Regard ausgezeichnet.